11. Mai 2011

Hier eine kleine Übersicht wo uns unsere Reise hinführt.

12.5. Abflug - Ankunft Niagara Falls via NYC 524.00
13.5. Weiterflug nach Billings
14.5. Yellowstone 4h
15.5. Yellowstone / Grand Teton
16.5. Jackson UT - Moab 10h 840km
17.5. Moab - Arches Natl. 40min 32km
17.5. Arches Natl. - Capitol Reef Natl. 3h 250km
17.5. Capitol Reef Natl. - Bryce Canyon 2.5h 200km
18.5. Bryce Canyon - Zion Natl. 3h 190km
19.5. Zion Natl. - Valley of Fire 3h 210km
19.5. Valley of Fire - Las Vegas 1.1h 90km
20.5. Las Vegas
21.5. Las Vegas - Sequoia Natl. 7.5h 650km
22.5. Sequoia Natl. - Yosemite Natl. 4.3h 300km
23.5. Yosemite Natl. - San Francisco 3.6h 300km
24.5. San Fancisco (Muir Woods)
25.5. San Fancisco
26.5. Amtrak nach Denver
27.5. Denver Ankunft am Abend 18:40
28.5. Weiterflug nach NYC
29.5. NYC
30.5. Rückflug 17:50

12. Mai 2011

Heute ist unser grosser Tag! Wir haben eine grosse und fantastische Reise vor uns. Dank Tyli müssen wir nicht so früh aufstehen, denn er chauffiert uns, Tom fährt zwar, zum Flughafen.

Der Checkin klappt sehr gut, trotz meiner Schmerzpumpe. Ich bin erleichtert und hoffe, dass es weiterhin so gut geht.

Der Flug bis New York bringen wir ohne Probleme hinter uns. Nach ein paar Orientierungsschwierigkeiten am JFK- Flughafen, finden wir schlussendlich doch noch das richtige Terminal um für unseren Weiterflug einzuchecken. Dieses Mal ist alles viel komplizierter. Ich werde von vorne und hinten abgetastet was schon bald peinlich ist. Aber man kann ja hoffen, dass die weiteren Checkins weniger aufwendig sind als dieser.

Als wir endlich in Buffalo angekommen sind, suchen wir die Autovermietung, damit es anschliessend per Auto weiter geht Richtung Niagara Fälle. Auch dies klappt ohne Probleme und schon bald sind wir auf vier Räder unterwegs. Zu Beginn hatten wir zwar noch ein wenig Probleme mit dem Navi, aber dies legte sich zum Glück auch noch.

 

Bei den Niagara Fällen erwartet mich eine superschöne Überraschung. Thomas hat nämlich ein wunderschönes Hotelzimmer gebucht, mit Blick auf die Wasserfälle. Am liebsten würde ich nur noch in diesem Zimmer bleiben, so schön ist es.

Jedoch nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir schon wieder auf der Pirsch. Zuerst suchen wir uns etwas zu essen und landen schlussendlich in einer Pizzeria. Als wir fertig waren mit essen, stiegen wir wieder in unser Auto und fuhren zu den Wasserfällen hinunter. Die Fälle sind sehr eindrücklich. Es ist kaum zu beschreiben, die Wasermasse welche da innert Sekunden nach unten donnern!!!

Nach diversen Fotoaufnahmen und einem kleinen Spaziergang geht es wieder retour in unser Zimmer. Da wir zwei queensize Betten haben, entschliesse ich mich, dass ich ein Bett für mich alleine nehme. Dies änderte sich aber während der Nacht. Sehr wahrscheinlich hat mein geliebter Mann in der Nacht Sehnsucht nach mir gehabt, denn am Morgen lag er bei mir im Bett :-)

 

 


13. Mai 2011

Nach einem deftigen Frühstück geht es wieder an die Wasserfälle. Dieses Mal lassen wir das Auto stehen und nehmen dafür die Bahn, welche in unmittelbare Nähe des Wasserfalls führt. Dort entschliessen wir uns, den Wasserfall von einem Tunnerlsystem aus zu besichtigen. Dies ist eine sehr nasse Angelegenheit, trotz den „Regensäcken“ welche sie uns gegeben haben. Tom musste immer wieder die Kamera abtrocknen, so nass wurde sie immer wieder.

Retour zum Hotel ging es wieder mit der Bahn. Dort mussten wir noch unser Gepäck holen, im Auto verstauen und los ging die Fahrt zurück zum Flughafen von Buffalo.

Bis jetzt hat immer alles schön geklappt, leider war dies jetzt nicht mehr so. Vorgesehen wäre gewesen, dass wir von Buffalo Richtung Chicago fliegen, danach nach Minnenapolis und von dort nach Billings. Leider zog aber in Chicago ein starkes Unwetter auf, dass keine Flüge mehr landen und starten konnten!!!

Wir hatten aber das Glück, dass uns ein anderer Flug angeboten wurde. Was nicht so gut war, dass dieser erst am nächsten Tag flog und das am Morgen um 6:20!!! Aber was wollten wir, wir hatten keine andere Wahl, wir mussten ja jetzt schon eine Übernachtung „verschenken“ weil wir nicht zur rechten Zeit am rechten Ort waren. Gut, so hiess es einfach in den sauren Apfel beissen! Wir bezogen in der Nähe vom Flughafen ein Hotelzimmer und gingen sehr früh schlafen, da der Wecker am nächsten Morgen schon um 3:45 läutete :-(

 


14. Mai 2011

Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es wieder zum Flughafen. Das Einchecken klappte super, so dass wir eine Stunde zufrüh am Gate waren. Aber lieber zu früh, als zu spät!

Wir flogen dann von Buffolo zuerst nach Detroit, danach nach Minnenapolis und anschliessend noch nach Billings. Da wir zum Glück für alle drei Flüge schon das Gepäck aufgeben konnten, war es sehr angenhem zu reisen!

In Billings angekommen hofften wir, dass wir noch ein Auto beim Vermieter erhalten, da waren wir ja auch einen Tag zu spät!! Yeah, wir hatten Glück, dass letzte Auto sollte unser sein.

Jetzt ging die Fahrt los! Wir hatten ungefähr vier Stunden Fahrt vor uns, aber ich habe ja einen sehr guten Fahrer welcher uns sicher zum Ziel brachte. Gut, ich muss auch noch unser Navi erwähnen, welche uns sicher navigierte. Auf dem Weg dorthin traffen wir noch Elche und Büffel an. Entweder in der Mitte eines Campingplatz oder auf offener Strasse. Man sah den Tieren an, dass dieser Winter sehr hart war, denn zum Teil sahen die Tiere abgemagert aus. Ist ja auch kein Wunder, da es noch bis zu 2m Schnee hat.

Unser Hotel im Yellostone Park, das Old Faithful Inn, war extrem! Es wurde im Blockhaustil gebaut, welcher sehr eindrücklich ist.

Nachdem wir unser Gepäck in Zimmer verstaut hatten, führte uns unser erste Weg zum Old Faithful Geyser. Was an ihm so besonders ist, dass er in schöner Regelmässigkeit von 45 – 120 Minuten seine Fontäne bis zu 55m hoch bläst. Es war ein spektakuläres Schauspiel.

 


15. Mai 2011

Heute waren wir schon um sieben Uhr wach. Dies lag wohl daran, dass wir am Abend relativ früh zu Bett gingen.

Nach einen ausgibigen Frühstück ging es dann weiter mit unserem Programm. Wir erkundeten den Yellostone Park genauer und sahen unter anderem einen Wolf, was sehr eindrücklich war.

Leider verschlief ich sehr viel, da ich trotz genügendem Schlaf noch müde war. Ich freue mich aber schon jetzt auf die Fotos, welcher Tom gemacht hat. Ausser dem Wolf gab es da noch Bisons, Elche und riesige amerikanische Raben.

 

 

 

 

 

Die Landschaft liegt vielfach immer noch unter einer dicken Schneedecke. Darum sieht man nicht so viel von den Prärien. Dafür gibt es eindrückliche Bilder von schneebedeckten Bergen.


16. Mai 2011

Heute hatten wir eine lange Autofahrt vor uns. Unser Navi sagte uns acht Stunden voraus. Die Fahrt führte uns durch einsame Natur wo es noch Schneefelder hatte. Ich war jedesmal wieder froh, wenn wir andere Autofahrer und Häuser sahen, denn so hatten wir noch ein wenig das Gefühl von Zivilisation, denn falls wir eine Panne hätten, dass wir nicht alleine unterwegs sind! Zum Glück verlief aber unsere Reise pannenfrei.

Wir hatten auch sehr gute Unterhaltung, denn Thomas hat noch 80er Hits auf sein Natel geladen, so konnten wir immer wieder mitsingen oder in Erinnerungen schwelgen.

Um 18:30 kamen wir unseren Ziel, Moab, näher. Jetzt hiess es nur noch eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. Als wir bei einem Motel, gehobener Klasse, eine Schweizerfahne entdeckten, war für mich der Fall klar, hier will ich übernachten, was dann auch der Fall war. Wir erhielten noch das letzte Zimmer, welches eine Familiensuite ist. Wir können also entscheiden, ob wir in einem Queen- oder Kingsize Bett übernachten wollen, juhui!


17. Mai 2011

So heute geht es richtig los mit der Canyon-Landschaft. Gleich nach dem Aufstehen möchte ich noch ein Foto aus dem Zimmerfenster machen, weil am Abend zuvor noch ein Car direkt vor unserem Zimmer geparkt hatte. Vorhänge auf und … WTF!!! Es ist kaputt!! Das Wetter ist kaputt!! Es regnet in Strömen – in der Wüste !?! Unser Tag ist gelaufen :(

Nun denn, damit wir wenigstens etwas anschauen können, ohne gleich bis auf die Haut nass zu werden, gehen wir noch in ein Geschäft und kaufen uns Regenhüte. Als wir dann endlich im Arches National Park sind, hat es bereits aufgehört zu regnen. Zwischendurch haben wir sogar ein wenig Sonne. Christine ist begeistert von den Felsformationen. Sie meint es sei noch schöner als der Yellowstone Park.

Am Nachmittag können wir uns endlich losreissen, es wird nämlich höchste Zeit, dass wir losfahren. Wir müssen noch bis zum Bryce Canyon kommen. Unser Weg führt uns durch eine beeindruckende Landschaft, den Capital Reef Nationalpark und über die Great Staircase Escalante. Wir kommen nach einigen Fotostops am Abend um 19:30 beim Bryce Canyon an und nehmen uns gleich im ersten Motel ein Zimmer.

PS: ARGH!! Ich Dödel habe den Steckeradapter für den Anschluss von Schweizersteckern ans amerikanische Stromnetz im letzten Hotel liegen lassen – jetzt können wir unsere Geräte nicht mehr aufladen :(

PPS: Noch blöder, nach einer Nacht in der ich mich die ganze Zeit geärgert hatte, tauchte der Adapter unter der Hose von Christine wieder auf. Entweder hat er sich her gebeamt oder ich habe ihn auf den Stuhl gelegt, bevor Christine ihr Hose ausgezogen hat :)


18. Mai 2011

Als wir heute Morgen aufgestanden sind, haben wir unseren Augen nicht getraut. Es hat nämlich über Nacht geschneit, und das in der Wüste!! Mir wurde es ganz anders,  denn der Faserpelz, welcher ich eigentlich mitnehmen wollte, liegt zu Hause auf dem Bett!!! Super!!!

Also, heisst es noch zusätzliche Schichten anziehen, damit es einigermassen angenehm ist. Aber leider war es nach vier Schichten immer noch zu kalt, so dass ich beim nächsten Store einen Pullover kaufen ging. So war es dann einigermassen angenehm.

Im Bryce Canyon herrschte dann wieder ein sehr fieser Wind, so dass ich erneut eine Schicht zulegen musste. Dies änderte sich aber, als wir uns für einen Fussmarsch entschlossen. Was dann folgte war einfach super! Wir stiegen den Navajo Trail über einen Serpentinenweg in den Grund hinab. Die Eindrücke welche uns erwarteten waren unbeschreiblich.

Leider ging es vom “Grund” wieder zurück, was nicht mehr so leichtfüssig von statten ging wie zu Beginn. Aber schlussendlich sind wir wieder glücklich oben angekommen. Wir machten anschliessend noch eine Rundfahrt, bevor wir den Bryce Canyon verliessen. Unser nächstes Ziel war der Zion NP. Die Felsformationen welche wir zu Gesicht bekamen sind sehr eindrücklich und faszinierend.

Heute werden wir in der Ortschaft Hurrican übernachten. Wir hoffen, dass wir Morgen nicht wieder eine Überraschung erleben, wie Heute mit dem Schnee.


19. Mai 2011

Endlich sind wir in Las Vegas angekommen!! Jetzt heisst es da ein paar Tage verweilen und laut Thomas shoppen was das Zeug hält :-)

Aber es stand nicht nur Las Vegas auf dem heutigen Programm nein, wir waren auch heute wieder unterwegs! Zu Beginn muss ich noch sagen, dass Heute keine Überraschung auf uns wartete, also kein Schnee oder Regen, im Gegenteil, der Morgen war recht freundlich, genau richtig um einen Trip in das Valley of Fire zu machen!

Dieses Valley war ca nach einen ein halb Stunden Autofahrt ab Hurrican zu erreichen. Man merkte, je näher wir dem Ziel kommen, um so heisser wurde es. Aber es war eigentlich noch recht gut erträglich, nämlich so um die 23 Grad, aber für mich hiess das schon heiss, oder hees! Zum Glück ging immer ein wenig ein Lüftchen, so dass wir eine kleine Abkühlung hatten. Thomas wollte unbedingt einen bestimmten Felsen finden in der grossen Steinwüste. Den Felsen, welcher auf der Titelseite unseres Reiseführes abgebildet ist. Wir erkundigten uns noch im Visitors Center, damit wir auch ganz bestimmt diesen einen Felsen finden werden. Und es hat schlussendlich geklappt. Komisch ist nur, dass wir dort nur Deutsche antrafen, ob die evt. den gleichen Reiseführer besassen wie wir ;-)

Nach erneuter anderthalbstündiger Autofahrt trafen wir in Las Vegas ein.

Blick aus unserem Hotelzimmer

Das Zurechtfinden im Hotel ist so eine Sache, darum waren wir recht froh, als uns die Receptionistin uns einen „Navigationsplan“ in die Finger drückte. So ist es einfach unser Zimmer in der 32. Etage auch wirklich zu finden. Thomas ist jetzt schon ziemlich aufgeregt fürs Casino. Ich werde ihn einfach einmal begleiten, aber ich denke, dass auch mich das Gamefieber packen wird!


20. Mai 2011

Gestern waren wir nicht wie geplant zocken gegangen, nein, wir erkundeten die nähere Umgebung unseres Hotels. Da war einmal das Venezia, welches inkl. Gondelfahrten, links von unserem Hotel stand, oder das Mirage, das mit seiner Wasser und Feuershow zu jeder vollen Stunde einlud, oder der Eiffelturm, wo wir ja das Original dieses Jahr schon bewundern konnten. Auf jeden Fall war alles extrem beleuchtet und überall waren Damen und Herren, welche irgendwelche Vergünstigungen für diverse Shows mit nackten Weibern, einem in die Hand drücken wollte.

Auf jeden Fall gab es eine menge Eindrücke, welche intensiv waren! Ich war jedenfalls froh, als ich wieder in das ruhige Hotelzimmer kommen konnte.

Heute war es wundervoll, wir konnten wieder einmal so richtig ausschlafen, was wir sehr genossen haben! Wir standen erst am Mittag auf, aber dann ging es voll ab, nämlich mit Shopen!

Unser Weg vom Lift zum Zimmer, das letzte hinten rechts.

Wir haben von guten Kollegen eine super Adresse erhalten und wollten jetzt schauen, was es dort alles gab! Ich kann nur sagen, dass es einiges gab, und wir nicht mit leeren Händen zurück gekommen sind! Ich glaube, im Levis Store haben wir beide richtig zugeschlagen! Ich habe jetzt meine ersten Levis Jeans gekauft, wahu!


21. Mai 2011

Nachtrag:

Da wir gestern nach dem Schreiben des Tagebuchs nochmals auf der Pirsch waren, gibt es noch einen Nachschlag zum 20. Mai. Wir sind gestern nochmals zum Venezia gegenüber gelaufen, um die Gondeln zu suchen. Da wollten wir nämlich noch eine Fahrt damit unternehmen, genauso wie im richtigen Venedig. Aber Leute; vergesst es.

Indoor Gondeling - für sauteuer

Als erstes paddeln die nicht mal richtig, die Gondeln haben einen Elektromotor und zweitens haben die den Arsch offen! 64 $ für 5 – 10 Minuten auf einem Elektrogondeli? Aber hallo, im richtigen Venedig geht das billiger und der Gondolieri muss auch noch fürs Geld arbeiten! Darum sind wir halt nur gucken gegangen.

Weiter ging es mit dem Taxi zum alten Teil von Las Vegas an der Fremont Street. Als Tipp, nehmt den Bus, der kostet für 24h 7$ und fährt alle 12 Minuten hin und zurück. Die Freemont Street umfasst ein paar ältere Casinos, unter anderem das Golden Nugget. Um mit den ganzen neuen Riesencasinos mitzuhalten, haben sie die ganze Strasse mit einem riesigen gewölbten LED Bildschirm überdacht.

Freemont Street vor dem Golden Nugget

Sieht echt cool aus. Nach einem kurzen Imbiss haben wir uns dann endlich an die Automaten rangewagt. Aber was soll das jetzt wieder??? Die haben alle einarmigen Banditen kaputt gemacht!!! Kein Hebel geht mehr, keine Münzen kommen mehr raus und man kann auch keine mehr reinstecken. Anstelle dessen schiebt man eine Note in einen Schlitz und kann dann sooft auf einen Knopf drücken bis der Kredit aufgebraucht ist. Ich glaubs einfach nicht, aber das wars dann auch ganz schnell mit zocken.

Heute Morgen war nach dem Auschecken nochmals eine lange Autofahrt nötig. Damit wir morgen im Sequoia Nationalpark sind. Wir sind bis Exeter kurz vor den Park gefahren und um 6 Uhr Abends angekommen. Neues gibt es dann morgen wieder :)


22. Mai 2011

Heute stand wieder einen längere Fahrt vor uns. Das Navi sagte uns eine reine Fahrtzeit von sechs Stunden voraus. Dabei ist aber nicht die Besichtigung vom Sequoia Nationalpark eingerechnet. Als wir beim Park angekommen sind, wurde ich vor die Wahl gestellt entweder filmen oder Auto fahren. Auf Beides hatte nicht grossartig Lust, aber ich entschied mich schlussendlich für das Auto fahren. Wenn ich aber gewusst hätte wie kurvig die ganze Strasse ist, hätte ich mich wohl eher fürs Filmen entschieden.

Thomas wollte unbedingt einen Rundgang beim Big Trees Trail machen, was mir aber eher widerstand nachdem ich gesehen habe, dass es noch Schnee hat. Aber was solls, ich entschied mich dann doch mit zu gehen. Zum Glück, denn das was wir schlussendlich zu Gesicht bekamen, war super. Nicht nur die tollen dicken Stämme sonder wir sahen noch eine Bärenmutter mit zwei Kindern! Ich denke, dass ist schon ein Erlebnis und nicht selbstverständlich. Was wir noch unbedingt sehen wollten ist der General Sherman Tree, der Baum mit dem grössten Volumen, so schwer ist wie 800 Autos. Dort erhielten wir noch diverse Erklärungen von einem Rancher, wie sich der Baum z.B. fortplanzt. Dafür muss es nämlich brennen, damit seine Tannzapfen sich öffnen und die Samen sich verteilen können.

Unsere Weiterfahrt führte uns dann schlussendlich Oakhurst, wo wir jetzt die Nacht verbringen um Morgen wieder frisch in den Tag zu starten.


23. Mai 2011

Heute Morgen erwartete uns gutes Reisewetter. Ein Sonne und ganz wenig Wolken. Leider blieb das Wetter nicht immer so. Denn in unserer Fahrtrichtung bildeten sich grosse Wolken und es machte auch den Anschein, dass es regnete. Wir hofften jetzt, dass sich das Wetter noch änderte bis wir im Yosemite Nationalpark sind. So wie es aussah, hatten wir Glück, denn das Wetter wurde auf jeden Fall nicht schlechter. Leider erfuhren wir aber sehr schnell, dass wir von der Reisezeit zu früh waren, denn die Strasse zum Glacier Point ist wegen 3 Meter hohem Schnee noch gesperrt :-(

Was jetzt machen? Wir entschliessen uns trotzdem durch den Park zu fahren, denn es gibt noch so manche andere Sachen zum bestaunen. Da wären einmal die verschiedenen Wasserfälle, welche man von fern wie auch von nah bewundern kann. Zum anderen hat man an gewissen Punkten einen wunderschönen Blick über die atemberaubende Landschaft.

Weiter ging es dann nach San Francisco. Ich denke, wenn wir das Navi nicht gehabt hätten, würden wir immer noch nach unserem Hotel suchen. Im ganzen Wirrwarr von Strassen und Kreuzungen ist frau masslos überfordert mit der Strassenkarte! Obschon unser Navi in den Schluchten zwischen den Hochhäuser auch an den Anschlag kam. Aber schlussendlich haben wir unsere Unterkunft, welche wir jetzt für drei Tage bewohnen, gefunden. Sie befindet sich am Rand von Chinatown.

Danach gingen wir noch durch Chinatown bis an die Market Street. Dort wollte Tom noch das Hotel finden welches er zu Beginn der 90er Jahre jeweils bewohnt hatte. Das ist aber überhaupt keine wohnliche Gegend mehr, gut hat er da nicht das Hotelzimmer gebucht :)


24. Mai 2011

Heute durfte ich wieder einmal ausschlafen. Wenn Tom nichts gesagt hätte, wäre ich wahrscheinlich immer noch im Bett! Aber schlussendlich konnte mich Tom um 11:30 doch noch überzeugen aufzustehen.

Da wir ja noch immer das Auto haben, einigten wir uns darauf, noch die weiter entfernten Sachen anzuschauen wie die Golden Bridge und den Muir Woods Nationalpark. Dort gibt es nicht die dicksten aber dafür die höchsten Bäume! Aber fangen wir gleich am Anfang an, bei der Golden Bridge. Es ist einfach imposant, wenn man bei dieser Brücke steht. Diese wurde in den 30er Jahren erbaut, und ich persönlich finde, dass es einen unheimliche Leistung ist, zu dieser Zeit so etwas zu bauen!

Als wir die Brücke aus den verschiedenen Winkeln fotografiert hatten, mussten wir doch auch noch eine Fahrt darauf machen! Wir fuhren aber nicht weit, denn links nach der Brücke hat es einen Aussichtspunkt, wo man die ganze Brücke und San Francisco fotografieren konnte. Ich sage nur, was für eine Aussicht!

Weiter ging es dann zum Muir Woods Nationalpark wo, wie ich schon erwähnte, die höchsten Bäume, die Redwoods, stehen. Der Trail durch den Park war sehr idyllisch und angenehm, fast schon romantisch. Wir genehmigten uns dort auch noch einen Hotdog. Weiter ging die Fahrt zurück nach San Francisco, zum Alamo Square, mit den Painted Ladies, so heissen die Häuser. Wer vielleicht die Serie Full House gesehen hat, mag sich vielleicht noch an die Häuserzeile zum Schluss erinnern.

Jetzt sind wir wieder im Hotel. Tom möchte noch einmal den ganzen Trip bei Nacht veranstalten, damit er schöne Nachtaufnahmen machen kann. Mal sehen ob ich ihn dabei begleiten werde.

Tom: „Genau!!!“


25. Mai 2011

Heute war es uns nicht so um’s aufstehen. Thomas versuchte zwar, kurz nach acht Uhr mich zu motivieren aufzustehen, aber es gelang ihm nicht. Hatte den härteren Schädel und ich muss auch noch erwähnen, dass Thomas auch wieder eingeschlafen ist!

Plötzlich merkten wir, dass es regnete, was natürlich auch nicht förderlich war um aufzustehen, aber schlussendlich, so gegen elf Uhr, kam doch noch Bewegung in die alte Truppe! Tom hatte wieder diverse Sachen auf seiner Ausflugsliste notiert, so dass wir ein ziemliches Program vor uns hatten. Die erste Fahrt führte uns zur Lombard Street. Laut Tom ist es dort, wenn die Sonne scheint, gerangelt voll, was heute aber nicht der Fall war, warum wohl nicht?! Da wir noch einen Wunsch von Tyli offen hatten, wollten wir diesen erfüllen und fuhren diverse Shops an, dies hiess einmal quer duch die Stadt und wieder zurück, da der erste Shop zu war, leider aber ohne Erfolg.

Als nächstes auf der Liste stand das Auto abzugeben. Ich sage da einfach nur, Navi sei dank! Ich weiss wirklich nicht, was wir ohne dieses kleine Teil gemacht hätten.

Dort erfuhren wir, dass wir 2467 Meilen bzw. 3970 km zurückgelegt hatten, wahu! Ab jetzt ging es weiter zu Fuss. Die Frage war, was macht man, wenn das Wetter nicht so gut ist, genau, shoppen! Obschon, gegen Mittag war vom Regen nichts mehr zu merken, die Sonne war wieder am scheinen und es wurde auch noch warm, so schön. Trotzdem machten wir noch diverse Stops in verschiedenen Läden, bevor wir uns dann mit einer Pizza verpflegten. Anschliessend spazierten wir wieder zum Hotel zurück, eigntlich wollte ich mich hinlegen, wer ist aber jetzt am schnarchen, mein geliebter Ehemann ;-)

Er hat sich sogar mit den Pyjamaoberteil eine Schlafmaske gebastelt, damit er nicht von der Helligkeit im Hotelzimmer gestört wird. Man(n) muss sich zu helfen wissen!

Morgen geht es weiter mit dem Zug. Ich weiss jetzt noch nicht, ob wir dort die Gelegenheit haben, an unserem Tagebuch weiter zu schreiben. Sonst hört ihr in zwei Tagen wieder etwas von uns.


27. Mai 2011

Unsere Reise im California Zephyr (sprich Seffr)!

Am Donnerstag haben wir unser Taxi auf acht Uhr bestellt. Damit wir aber genügend Zeit haben um alles einzupacken, standen wir um sieben Uhr auf, grummel! Wir probierten zwar noch Zeit zu schinden, indem wir den Wecker immer wieder auf schlummern stellten, aber es nützte leider nichts. Während Tom dann am rasieren war, läutet das Telefon, ups, was ist jetzt los?! Die Frau an der Rezeption meldet sich, dass unsere Fahrgelegenheit jetzt da sei, und es ist erst viertel nach sieben! Okay, jetzt heisst es spurten, aber sofort. Wir hatten Glück, denn der Chauffeur wartet auf uns, was sehr nett ist.

Wir haben schlussendlich doch noch unsere sieben Sachen gepackt. Mit einer ziemlich rasanten Fahrt ging es dann weiter zum Bahnhof. Bahnhof ist zwar ein wenig übertrieben, weil jeder Bahnhof im Emmental besser organisiert und auch sicher grösser ist, als der in San Francisco!

Als wir uns zum Beispiel erkundigten, wann genau und vorallem wo unser Zug fährt, erhielten wir die Antwort, dass der Zug entweder in fünf oder zehn Minuten einfahren werde, super, dass hilft uns viel. Wo er fährt, ist nicht so schwierig, denn es hat nur zwei Gleise!

Auf jeden Fall kam der Zug nach fünf Minuten und wir fanden schnell unser Zugabteil.

Die Kabinen sind zweckmässig eingerichtet, aber sehr eng, jedenfalls wenn die Betten gemacht sind. Beim Sitzen hat es genügend Freiraum für die Beine.

Zu Beginn der Fahrt erkundeten wir den Zug, obschon dass das ein wenig übertrieben ist, denn wir gingen nur zwei Wagons weiter um zu sehen, wo man etwas zu essen bekommt. Dort befindet sich auch der Panoramawagen, wo wir fast einen rundum Blick hatten. Nach einer kleinen Zwischenverpflegung gingen wir wieder zurück in unser Abteil und schliefen eine Runde, was uns beiden gut getan hat. Als wir wieder wach waren, war das Mittagessen dran. Sie haben etwa fünf bis sechs Menus, welche sie anbieten und inklusive der Getränke alles im Preis inbegriffen ist.

Da ein grosser Ansturm war, mussten wir noch warten und kamen dabei mit anderen Fahrgästen ins Gespräch, was intressant war.

Nachdem wir dann gegessen haben setzten wir uns wieder in unser Abteil und genossen den Anblick der abwechslungsreichen Landschaft.

Während wir das Nachtessen zu uns nahmen, machte uns die Zugbegleiterin unser Schlafgemach bereit. Ich hatte eigentlich keine Bedenken zum schlafen, ich hatte das Gefühl, dass ich gut schlafen kann, aber leider war es anders. Ich erwachte immer wieder. Tom ging es ähnlich.

So um sieben Uhr waren wir wieder komplett wach und wir genehmigten uns wieder einmal ein Früchstück.

Die heutige Fahrt führt uns durch die Rocky Mountains bis nach Denver wo wir am nächsten Morgen das Flugzeug nach New York nehmen werden.


28. Mai 2011

Heute Morgen hiess es wieder einmal früh auf stehen, leider, denn es war so schön im Bett. Aber alles nützte nichts, wir mussten trotzdem aufstehen. Wir hatten um zwanzig vor sieben den Shuttelbus, der uns zum Flughafen brachte. Das Einchecken in Denver ging sehr harzig vorwärts, so dass wir uns schon fast wieder beeilen mussten. Jedenfalls für einen Toilettengang blieb keine Zeit mehr :-(

Vom Flug bekam ich nicht viel mit, denn ich holte den verlorenen Schlaf nach. Während dem Flug bemerkte Thomas, dass wir nicht auf dem JFK- Flughafen ankommen sondern auf dem Laguarida. Dieser war ziemlich ausserhalb und wir wussten nicht recht, wie wir jetzt in die City kommen und vor allem wo wir genau wir hin mussten, damit wir zu unserem Hotel kommen. Wir entschieden uns für die öffentlichen Verkehrsmittel. Nach einer sehr verbrecherischen Fahrt mit dem Bus, stiegen wir auf die Subway um. Es war nicht gerade einfach, mit all unsrem Gepäck die Treppen rauf oder runter zu steigen. Vorallem war es da in New York recht heiss und feucht. Irgendwann sind wir am Times Square angekommen. Jetzt hiess es noch die richtige Strasse mit dem Hotel zu finden. Nach einigem Hin und Her haben wir es dann doch noch geschafft. Das war vielleicht eine Schinderei mit den Koffern bei der Hitze und all den Treppen. Es war definitv nicht die beste Entscheidung mit der U-Bahn zu fahren. Mit schweren Koffern ist diese denkbar ungeignet. Sogar die blöden Schleusen bei den Ein- und Ausgängen sind nicht auf Gepäck ausgelegt.

Nach einer kurzen Inspektion unseres Hotelzimmers ging es dann schon wieder weiter. Thomas wollte noch beim Apple Store vorbeischauen, um zu sehen ob sie vielleicht noch ein iPad 2 haben, aber bis auf einen Schutzfolie für mein iPhone gingen wir dort leer aus. Weiter ging es dann mit der U-Bahn zur Brooklyn Bridge, wo wir dann zu Fuss bis zur Mitte liefen. Es war ein herrlicher Anglick, vorallem auch, weil gerade die Sonne hinter den Hochhäusern unterging!

Nach x Fotoaufnahmen ging es mit der U-Bahn wieder zurück zum Hotel. Da es in der Nähe ein italienisches Ristorante hat, gingen wir dort essen. Es war sehr fein, leider hatte es eine Live- Band, welche viel zu laut spielte, so dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstand.


29. Mai 2011

So, unsere Ferien neigen sich dem Ende zu! Wenn ich schon jetzt ein Resume abgeben muss, kann ich sagen, es waren wunderschöne, eindrucksvolle aber auch anstrengende Ferien! Ich denke aber, dass das Positive sehr hoch überlegen ist! Nein, es war wirklich sehr schön!

Was haben wir aber Heute so gemacht?! Zuerst sind wir fast nicht wach geworden, oder anders gesagt, Thomas wollte nicht wach werden, denn als dieser die ersten Zuckungen und Brummeltöne von sich gab war es bereits halb elf. Da er von New York noch einige Nachtaufnahmen machen will, ging er in die Lobby zum recherchieren, denn dort hat es WiFi. Ich verständigte mich schlussendlich mit SMS ob er wieder einmal zu mir kommen mag, oder was? Irgendwann kam dann mein Mann zurück und wir besprachen den Tag. Thomas sagte mir, dass er gerne Abendaufnahmen machen möchte und er dort um 20 Uhr sein muss usw. Ich beschloss bei so viel Tatendrang ihn bei diesem Manöver nicht zu begleiten, da ich während dieser Zeit den Blog schreiben kann.

Als wir Heute Morgen doch noch gestartet sind, haben wir einen Sightseeing Bus bestiegen. Die Wartezeit dafür war sehr lange, aber schlussendlich haben wir es doch noch geschafft. Im Vergleich zu den anderen Touren, in anderen Ländern, ist dieser nicht so zu empfehlen, denn man hat nur eine Erklärung, nämlich englisch, und dies ist für solche, welche der Sprache nicht so mächtig sind, recht langweilig. Auch vom organisatorischen her, können sich die Amerikaner von den Europärn sich noch eine Scheibe abschneiden.

Nachdem die Tour zu Ende war, wollten wir endlich einmal etwas essen, denn mittlerweilen war es gegen vier Uhr.

Als dieses notwendige Übel im Burger King auch erledigt war, spazierten wir zum Battery Park um die Freiheitsstatue von der Ferne her zu bewundern. Auf dem Rückweg haben wir noch ganz flauschige Hunde gesehen, die uns an unseren Pfüd erinnerten. Wir sprachen noch den Besitzer darauf an, und er erklärte uns, dass das ein Mix aus Pudel und Labrador sei. Aha, jetzt haben wir auch einmal so „einen“ gesehen. Ich muss aber sagen, unser Pfüd ist herziger und knuddeliger!

Als wir wieder beim Hotel waren, machte Tom sein Equipment parat, damit es dann mit den Nachtaufnahmen klappt. Ich werde ihn wie immer sehnsüchtig erwarten.

Nachttour

Also ich verliess Stine gegen 19 Uhr Richtung Rockefeller Center. Das liegt an der gleichen Strasse wie unser Hotel, nur ein paar Blocks entfernt. Ich wollte rechtzeitig zum Sonnenuntergang um 20:17 auf dem „Top of the Rock“ sein. Gut bin ich rechtzeitig losgegangen. Da sie den Zugang zeitlich koordinieren, habe ich ein Ticket für 19:45 bekommen können. Und als ich dann endlich oben war, sind schon zahlreiche Besucher an den idealen Fotoplätzen mit ihren Stativen gestanden und haben ebenfalls auf den Sonnenuntergang gewartet. Mir wurde dann auch noch ein Plätzchen angeboten :) .

200 Aufnahmen später und ein paar zusätzlichen Bildern auf dem Heimweg, bin ich dann um 22:30 wieder im Hotelzimmer heil angekommen.